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Die Kulturgeschichte erzählt uns von der kulturellen Evolution der Saurier.
Eröffnung

Freitag, 01.02.2013, 20 Uhr  

Dauer

01.02 bis 01.02.2013    

Kuratoren Stefan Fromberger

Vortrag von Alexis Dworsky
Eintritt 2 Euro (GRAZförderer 1 Euro)

Der Dinosaurier ist eine Fiktion, kein Factum, auch wenn uns das die Naturwissenschaft  bislang immer weiß machen wollte. Er hat eine Kulturgeschichte, in der Fossilien nur ein Stück des Puzzles ausmachen. Immer  schon musste man sich ein „Bild“ vom Saurier machen, immer schon war er ein kulturelles Konstrukt.
Seine Bühne bereiteten Buffon und Cuvier in den „Naturgeschichten“ des 18.Jahrhunderts. Den ersten großen Auftritt erlebt er im viktorianischen England und wird im 20. Jahrhundert zu einem Superstar. Im Kalten Krieg kämpften Tyrannosaurus und Triceratops um die Weltherrschaft und werden so zu Symbolen der verfeindeten Supermächte. Im Informationszeitalter verkörpert der Dinosaurier die Ideale der „New Economy“ und verursacht gehörige „Kollateralschäden“.
Eine gespenstische Aktualität gewinnen Dworskys Schilderungen  angesichts der atomaren Katastrophe in Fukushima: Godzilla putty , aus dem Meer kommend, zertrampelt den Reaktor. Der Riesensaurier im Kino –  Metapher und Menetekel einer Unabwendbaren Katastrophe.

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